Montag, 7. Dezember 2015

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

... eins? Tausende!!
Letzte Woche wurde in ganz Thailand Loi Krathong, das Lichterfest gefeiert. Vor allem hier in Chiang Mai ist es sehr schön. Auf dem Fluss werden kleine Krathongs (selbst gebasteltes Boot mit Kerze) fahren gelassen, es gibt ein Feuerwerk und man lässt Laternen in den Himmel steigen. Es war wunderschön - wer 'Tangled'/'Rapunzel neu verföhnt' angeguckt hat, weiß, von was ich rede ;)





Mit dem Lichterfest bahnt sich hier auch langsam die Weihnachtsstimmung an. 
 Es wird sogar kälter!! Der Ventialtor wird nicht mehr gebraucht und Freitag wurde sogar der dicke Pullover und die Jogginghose ausgepackt!

Bei der Arbeit macht sich der Weihnachtsstress bemerkbar. Da wir bei jedem Projekt eine Weihnachtsfeier geplant haben, müssen wir dementsprechend viel vorbereiten und organisieren. Auch haben wir für Kinderheim und Gefängnis Adventskalender gebastelt, da man das hier in Thailand nicht kennt. Da kann es passieren, dass man seinen freien Tag am liebsten nur im Bett verbringt! Aber das gehört genauso dazu ;) Außerdem wird der Stress belohnt, wenn das Programm glatt über die Bühne läuft oder man das Glitzern in den Kinderaugen sieht, sobald man den Adventskalender aufhängt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit. Genießt das kalte Wetter und den Schnee für mich ;)

In Liebe,
eure Louisa




Samstag, 14. November 2015

...und noch mehr Arbeit ;)


Die letzten Wochen waren sehr vollgestopft - und selbst jetzt haben wir noch nicht alles abgearbeitet..., aber zwischendurch ein kleines Update:


Kinderheim 
Das Zimmer im Kinderheim konnten wir leider nur zur Hälfte streichen, da uns dabei - ganz unvorbereitet - etwa vier Kinder "zu Hilfe" gekommen sind. So waren nicht nur vier Wände blau, sondern auch Kinder, Fußboden und die Wand an der Treppe (?). Als wäre das nicht schon zuviel, mussten Mimi und ich im Wohnzimmer schlafen - 298328 Mücken gefällt das!
Die Woche wurde doch ganz schön anstrengend. So verbrachten wir nicht nur Dienstag und Donnerstag im Gefängnis, sondern anschließend bis in die Nacht im Kinderheim, wo wir auch die restlichen Wochentage unseren Dienst taten. Währenddessen hieß es aber auch noch: vorbereiten!! Denn Samstag und Sonntag verbrachten wir mit den Kids beim Campen auf dem Doi Inthanon (dem höchsten Berg Thailands).


Campen
Nach etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir am Campingplatz an, wo wir uns schnell daran machten die Zelte aufzustellen, da es gefährlich nach Regen aussah. Aber Fehlalarm. Nachdem der Platz hergerichtet war, unternahmen wir mit ein paar Kindern einen ersten Erkundungsgang durch den Wald. Den Abend verbrachten wir mit Essen, Nachtwanderung und gemütlich am Lagerfeuer sitzen. Als die Sonne weg war, wurde es dann doch ganz schön frisch, wir mussten sogar unsere Pullis auspacken!
Nach einem Tagesausflug, spielten wir am nächsten Tag ein paar Lagerspiele, wie Capture the Flag, bereiteten das Essen zu und machten Stockbrot sowie Schokobananen. Den Tag ließen wir dann mit einer Geschichte ausklingen. Sonntag früh hieß es dann: Zusammenpacken und ab die Post - zurück nach Chiang Mai.



Ausflug
Zusammen mit den Kindern machten wir einen Ausflug zu zwei Tempeln auf dem Berg, die zu Ehren des Königs und der Königin gebaut wurden. Das Schönste an diesem Ort waren die zwei Gärten, die daneben angelegt waren. Zusammen mit den Kids hatten wir viel Spaß dort umherzulaufen, Fotos zu schießen und Touristen nachzuspionieren.



 Auf dem Rückweg machten wir an einem Wasserfall Halt.

 


Night Safari
Hier in Chiang Mai gibt es eine Art Zoo mit optionaler Safari. Zusammen mit den Kindern des Kinderheims statteten wir der Night Safari einen Besuch ab. Wir liefen jedoch nur in dem Park herum und sahen uns die verschiedenen Tiere an.





Gefängnis
Das Team - vier Frauen in ihren besten (Wechsel-)Jahren - macht jedes Jahr einen 'Retreat-Day'. Dabei fährt man für zwei Tage, d.h. eine Nacht in ein beliebiges Hotel, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, neu zu planen und einfach mal auszuspannen. Da Mimi und ich für dieses Jahr mit zum Team gehören, waren auch wir eingeladen!! Diesen Teil der Arbeit haben wir sehr genoßen!! Aber auch sonst ist die Arbeit im Gefängnis echt spaßig. Wir planen verschiedene Aktivitäten und können zusammen mit den Mädchen dort viel lachen. Die Kommunikation ist oftmals noch sehr holprig, aber es wird besser!

Retreat-Day:




Bei der Arbeit :


 




In Liebe,
eure Louisa



Sonntag, 11. Oktober 2015

Etwas Arbeit

Die letzte Woche war sehr ereignisreich.

So besuchten wir beispielsweise das erste Mal das Mädchengefängnis hier in Chiang Mai.
Die 30-50 Mädchen sind zwischen 12 und 22 Jahre alt und wegen den unterschiedlichsten Vergehen im Gefängnis. Darunter Drogenhandel, -schmuggel, -konsum, Diebstahl, aber auch Mord, Beihilfe zu Mord oder Menschenhandel. Als wir uns dort umsahen, hatte ich jedoch eher das Gefühl auf dem Gelände eines Landschulheims zu sein. Der Garten ist riesig, es gibt ein Volleyballfeld, eine Tischtennisplatte und vieles mehr. Das Gelände ist zwar umzäunt, an vielen Stellen jedoch nur provisorisch und das Eingangstor ist nur durch einen vorgeschobenen Riegel verschlossen. Es gebe zwar auch hin und wieder Ausreißer, erzählte man uns, aber das sei eher selten. Die Mädchen nehmen auch an einem Programm teil, bei dem sie in einem Coffee-Shop, Massage-Shop oder im Kinderheim arbeiten, bzw. ausgebildet werden und auch aus dem Gefängnis rausdürfen und somit nach und nach in die Gesellschaft wiedereingegliedert werden. Mit der Eingliederung klappt es aber nicht ganz so oft, da die Mädchen oft aus kriminellen Familien kommen oder kriminelle Freunde haben und so schnell wieder in alte Gewohnheiten fallen.
Zusammen mit dem Team dort, das aus drei englischsprechenden (wir lernen gleich zwei Sprachen ;)), wird es unsere Aufgabe sein, uns Spiele zum IcErlernen der englischen Sprache, aber auch sportliche/tänzerische Programmpunkte zu gestalten. Ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickelt. Das Wichtigste bei der Arbeit im Gefängnis ist es, Beziehungen zu den Mädchen aufzubauen, mit ihnen zu quatschen und sie zu ermutigen.

Freitag waren wir auf der Kinderkrebsstation im Krankenhaus. Dort erzählte unsere Mentorin die Geschichte vom verlorenen Schaf und wir "mähten" immer auf unser Stichwort, anschließend bastelten wir zusammen mit den Kindern dort kleine Schafe. Es ist interessant wie unterschiedlich sich die Kinder in ihrer Situation verhalten. Manche wirken lethagisch, während andere es gar nicht erwarten können mit dem Basteln zu beginnen.
Auch wenn unser Thai spärlich ist, versuchten wir doch immer wieder mit den Kindern und/oder ihren Eltern Kontakt aufzunehmen und uns etwas zu unterhalten.

Da unser Thaiunterricht leider schon wieder vorbei ist, heißt es auf eigene Faust lernen, was mehr oder minder gut klappt, da wir auch so genug zu tun haben.

Nächste Woche werden wir erst einmal vorwiegend im Kinderheim verbringen, weil mittlerweile hier die Ferien begonnen haben ... zumindest bei manchen Schulen/Klassen. Wir werden Zimmer streichen, mit den Kindern Englisch üben und - hoffentlich ;) - ganz viel Spaß haben!!

Und jetzt - su su - (Auf geht's) zum Thailernen!!

In Liebe,
eure Louisa



Montag, 5. Oktober 2015

Update

Hallo meine treuen Gefährten ;)

In den letzten Tagen waren wir fleißige Touris. So unternahmen wir einen Ausflug in die Innenstadt




besuchten die "Saturday Walking Street"



ritten auf Elefanten


und fuhren auf einem Bambus-Floß einen Fluss entlang.



Langsam kristallisiert sich aber auch ein leichter Arbeitsalltag heraus. So haben wir beispielsweise erfahren, dass wir die Wochenenden im Kinderheim verbringen werden. Dort haben wir die Aufgabe, Freitag abends ein kleines Programm mit kurzer christlicher Botschaft zu gestalten, sowie allgemein für die Kinder dazusein, mit ihnen Zeit zu verbringen und Arbeiten in Haus und Garten zu verrichten. Dienstag und Donnerstag werden meine Mitfreiwillige und Mitbewohnerin Mimi und ich das Mädchengefängnis besuchen, welche Aufgaben uns dort genau zugeteilt werden, sind mir noch nicht bekannt, wir werden aber ab nächster Woche unseren Einsatz dort beginnen. Gleiches gilt für die Arbeit auf der Kinderkrebsstation eines Krankenhauses, welches wir immer Freitags besuchen werden. Montag wird unser freier Tag sein und Mittwoch wird als Vorbereitungstag für die verschiedenen Programmpunkte genutzt.

Ich bin froh darüber, in so vielen unterschiedliche Tätigkeiten reinzuschnuppern und die Möglichkeit zu haben, mich selbst auszuprobieren. Gleichzeitig aber auch genug Freizeit zu haben, um Land, Kultur und Leute kennenzulernen, und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen!

In Liebe,
eure Louisa





Donnerstag, 17. September 2015

ENDLICH

Mein PC tut wieder; dafür bin ich ziemlich geschafft. In den letzten Tagen ist viel passiert!!
Freitag trafen wir uns im Gemeindehaus, klärten noch einige Sachen aufgrund der Arbeitserlaubnis und gingen anschließend zusammen mit einigen Thais essen.

Unsere "Mutti"

Mit Stäbchen essen stellt sich für manch einen schwerer heraus als erwartet, aber wir werden das Schiff schon schaukeln. Notfalls werden die Nudeln um die Stäbchen gewickelt ;)
Zurück in der Gemeinde hatten wir das erste Mal wirklich etwas (produktives) zu tun:




Die Zimmer glänzten nach unserer Aktion wie nie zuvor!!
Geschafft ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Samstag früh machten wir uns auf den Weg in ein Töpferdorf in der Stadt. Hier werden wir jeden Samstag den Kindern spielerisch Englisch beibringen, wobei diesmal das spielerische eindeutig überwog...
Unsere Mentorin Mirjam






Nach erfolgreicher Arbeit gingen wir zu Kumdees, kochten gemeinsam Spagetthi, redeten und aßen. Zurück am Dorm hatten wir endlich mal genug Zeit, um unseren "Haushalt" etwas in Ordnung zu bringen. Wir gingen relativ früh ins Bett, denn Sonntag besuchten wir vor Ort den Gottesdienst. Wir wurden der Gemeinde vorgestellt und herzlichst begrüßt - auf Thai, das heißt, wir verstanden wenig bis gar nichts von dem, was vor sich ging. Glücklicherweise erklärte sich aber eine junge Thai bereit zu übersetzen und mit Hand, Fuß und Englisch verstanden wir auch ein wenig.
Im Anschluss gingen wir gemeinsam mit den Kindern vom Fosterhome, das wir betreuen werden, schwimmen - und dabei sahen wir auch noch gut aus ;)



Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit den Jungs, die nur ein paar Zimmer weiter wohnen.

Ich verstehe zwar ein paar Brocken Thai und kann auch angemessen grüßen, trotzdem freute ich mich sehr auf den Sprachunterricht, der uns ab Montag erwartete. Zwischen zehn und zwölf wird jeden Tag gepaukt!



Den Rest des Tages verbringen wir diese Woche im Fosterhome, wo wir in Haus und Garten aufräumen und sauber machen...








Wobei ein bisschen Spaß aber nicht fehlen darf :D






Falls euch dieser Bericht noch nicht reicht und ihr mich gerne auch etwas in Bewegung sehen wollt:



In Liebe,
eure Louisa