Am 02. Januar machte ich mich mit meiner Familie, die mich über Neujahr besuchen kam, auf den Weg nach Burma. Ich selbst wollte dort unbedingt hin, da wir 2003 schon dort waren und ich noch eindrückliche Erinnerungen hatte, die ich auffrischen wollte. Und tatsächlich - Erinnerungen, die ich immer nach Thailand eingeordnet habe, stellten sich als burmesische heraus. Ich kann sagen, dass, zumindest als ich 5 war, Burma den Urlaub in Thailand um einiges getoppt hat!
Zu Fuß überquerten wir die Freundschaftsbrücke, die Mae Sot (Thailand) und Myawaddy (Burma) trennt.
In Myawaddy angekommen, wollten wir weiter nach Mawlamyine. Wir fuhren im Truck mit mehreren Einheimischen. Auf dem Bild ist er nicht mal ansatzweise gefüllt. Nach ein paar Stops begannen die Männer sich außen an die Stangen zu hängen und aufs Dach zu steigen. Eine einmalige Erfahrung und absolut empfehlenswert, wenn man nichts dagegen hat, am Ende des Tages rot wie ein Indianer zu sein, da der rote Sand auf der Straße sich überall festsetzt.
Ein anderes Fortbewegungsmittel, das sehr viel in Asien genutzt wird ist die Rikscha (Fahrradtaxi).
In der Nähe von Mawlamyine ist der größte liegende Buddha der Welt. Unglaublich was für Unsummen von Geld in solche Bauwerke fließen, während die Menschen in unzumutbaren Behausungen wohnen.
Zu Urlaub gehört auch Strand, und so begaben wir uns zum nächstgelegenen: Satse Beach. Leider hatten wir nicht bedacht, dass an diesem Tag (04. Januar) der burmesische Nationalfeiertag war - dementsprechend viel war los. Die Burmesen sind aber ein sehr angenehmes Völkchen. Außer stehenbleibenden Menschen, die die Ausländer bestauenen wollten und vereinzelten Bitten um Posieren für Fotos, wurden wir nicht belästigt.
Wir konnten diesen Tag am Meer sehr genießen und blieben bis Sonnenuntergang dort.
Burma hat allem Anschein nach ein Müllproblem. Überall liegt Plastik herum, Mülleimer existieren nicht, Müllabfuhr gibt es auch nur theoretisch. Die Umwelt wird als Mülldeponie missbraucht. Dementsprechend sehen die Straßen und Flüße aus und sie riechen oftmals auch so!
Nach dem Aufenthalt in Mawlamyine ging es mit dem Zug nach Yangon/Rangun. Auch dies war eine Erfahrung für sich! Zug fahren empfiehlt sich wohl in jedem Land, vor allem tagsüber, da man dabei sehr viel von der Landschaft mitbekommt! In Burma gestaltet sich das auch sehr einfach, da der Zug ziemlich langsam und mit geöffneten Fenstern fährt.
In Rangun gingen wir durch den People's Park.
und zur Schweddagon Pagode - der größten Pagode der Welt. Auch von hier habe ich noch einzelne Erinnerungen. Wir verbrachten den gesamten Mittag bis in den Abend dort und beobachteten die verschiedenen Burmesen - und Touristen.
Wie schon erwähnt, wird man als westlicher Ausländer oft danach gefragt, ob man Fotos machen darf. So posierten wir immer wieder für alle möglichen Leute - egal ob älteres Ehepaar, Familie mit Kind oder Mönch. Vor allem Pauline war ein gefragtes Fotomodel, da sie nicht nur weiß sondern auch noch ziemlich jung ist.
Thanakka nennt sich die Paste aus zerriebener Baumrinde und Wasser, die sich die Burmesen gegen Sonnenbrand, Moskitos, zum Abkühlen und zur Dekoration ins Gesicht schmieren.
Geschwisterliebe ;)
Egal ob jung oder alt, arm oder reich, jede Gesellschaftsschicht war in der Pagode anzufinden. Sie beteten, spendeten, aßen zu Mittag oder führten Waschungen durch. Man könnte Tage auf der Pagoden-Plattform damit verbringen, die verschiedenen Menschen zu beobachten.
Um ihr Karma aufzubessern, füttern Burmesen Tauben. Wir taten ebendies, jedoch nicht aus spirituellen Gründen, sondern aus Spaß an der Freude und wegen der Fotos ;)
Das Essen in Burma ist ganz in Ordnung, Thai schmeckt nunmal doch besser!
Nach einer Woche ging es dann auch schon zurück nach Bangkok, wo wir noch ein paar Tage verbrachten, bevor meine Familie wieder zurück nach Deutschland musste und auch mein Urlaub abgelaufen war.
In Liebe,
Eure Louisa
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