Die Nacht verbrachten wir in einer Hütte. Wir hatten zwar unsere Schlafsäcke und warme Sachen mit, doch ich bekam die Nacht kein Auge zu, weil ich so fror! Während meiner ganzen Zeit in Thailand war mir noch nie so kalt gewesen!
Umso mehr freute ich mich am nächsten Morgen über das warme Lagerfeuer.
Nach einer kurzen Zusammenkunft und Feier mit dem gesamten Dorf, mit vielen Spielen und Gesang, gingen wir mit den Kindern nach draußen. Wir sangen, bastelten, malten und hatten Spaß. Zum Schluß gaben wir 'Samaritans Boxes' aus, in Deutschland besser bekannt als 'Weihnachten im Schuhkarton'. Das Leuchten im Gesicht der Kinder, als sie diese auspackten, war nicht zu übersehen.
Für den Rest des Dorfes gab es neue warme Decken und Kleidung.
Nach einem Mittagessen war es dann auch schon wieder so weit, Abschied zu nehmen und sich auf den Rücweg zu machen.
Nach Wochen des Wartens und Tagen der Vorbereitung, nach etlichen Skype-Gesprächen und Nachrichten, nach Herzklopfen und Vorfreude, konnte ich am 23. Dezember endlich meine Familie am Bahnsteig Chiang Mais in die Arme schließen!! Zusammen mit einer befreundeten Familie kamen sie mich über Weihnachten und Neujahr besuchen.
Da der Weihnachtsstress zu dem Zeitpunkt schon sehr abgenommen hatte und dem Ende entgegen ging, konnten wir auch sehr viel Zeit zusammen verbringen. So verbrachten wir den Weihnachtstag gemeinsam in zwei verschiedenen Bergdörfern, nahmen am Kinderprogramm teil, aßen, erkundeten einen Wasserfall, und machten Bekanntschaft mit den abgelegenen Straßen Thailands.
Die nächsten Tage waren voll von diversen Ausflügen; wir besuchten den Tempel auf Doi Suthep und die nahegelegenen Wasserfälle, verbrachten Zeit im Zoo, auf verschiedenen Märkten, feierten Weihnachten mit den Kindern im Kinderheim und genossen den Pool im Hotel.
In Liebe,
Eure Louisa




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