Nach zwanzig Stunden Flug und eindeutigem Jetlag melde ich mich jetzt endlich mal aus dem fernen Thailand!
Am 07. September um 14:30 Uhr ging es in Stuttgart los. Wir trafen erstmal die restlichen Freiwilligen und machten uns miteinander bekannt.
Dann ab in den halbleeren Flieger und gen Amsterdam - völlig falsche Richtung ;).
Von Amsterdam ging es dann direkt weiter nach Bangkok. Dieser Flug dauerte etwa elf Stunden. Da wir ja diverse Zeitzonen überschritten haben, war die Nacht auch nur ca. drei Stunden lang...
Ziemlich übermüdet kamen wir in Bangkok an, kämpften uns erneut durch den Transitbereich mit Passkontrolle und ähnlichem, und waren schon auf dem Weg nach Chiang Mai.
Dort wurden wir von unserer Mentorin Mirjam und ihrem Ehemann, der gleichzeitig Leiter unserer Projekte ist, in Empfang genommen.

Kurz in unsere Wohnung reingeschaut, bei unseren Leitern etwas Obst gegessen (Mango, Nong, Melone,...) und anschließend auf dem Kad Farang (etwa:"ausländischer Markt") hier und dort etwas gegessen. Es gibt hier massenweise Verkaufsstände an den Straßen oder am Markt, wo man sich verschiedenes und - meist - sehr leckeres Essen kaufen kann. Darunter khauniau (Klebreis), unterschiedliche Suppen, Hähnchen, gedünstetes Gemüse, Obst, Meeresfrüchte und vieles mehr. So kam ich ziemlich übermüdet und gesättigt im "Dorm", unserem Gästehaus und unsere Wohnstätte für das nächste Jahr, an. In meinem Zimmer befinden sich ein Bett, ein Schrank und ein Tisch. Außerdem haben wir ein kleines Bad und einen Balkon. Da wir - so hoffe ich - die meiste Zeit draußen verbringen werden, stellt das kein Problem dar. Sollte jedoch jemand zu Besuch kommen wollen, würde ich euch unseren Fußboden empfehlen. Der ist sogar fast so weich wie die Matratze hier ;)
Mit vielen neuen Eindrücken gingen wir also zu Bett und schliefen bis in den frühen Mittag.
Zusammen mit den anderen Freiwilligen ging es auf Abenteuertour - ab auf die Straße...
Hier herrscht Linksverkehr, das ist so gut wie die einzige Regel, die auf den Straßen beachtet wird. Ansonsten geht es kreuz und quer, mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen, die oftmals auf unglaubliche Art und Weise beladen sind - also: besser dreimal schauen. Ach ja, Anschnallpflicht gibt es nicht und telefonieren während des Autofahrens ist hier auch gang und gebe. Diese Mentalität gefällt mir, auch wenn es ab und an etwas eng zugeht und der ein oder andere zur Hupe greifen muss.
Nach einem kurzen Abstecher zum "Airport Plaza" - einer großen Shopping-Mall - holten wir meine Mitfreiwillige und Mitbewohnerin Mimi vom Flughafen ab. Sie musste einen Tag später fliegen.
Anschließend besorgten wir uns neue SIM-Karten und ließen diese freischalten. Was wir aus der Situation lernten? Bei den Thais geht alles ganz gemächlich. Wir verbrachten etwa zwei Stunden in dem Telefonladen... Deswegen hatten wir auch Hunger als wir fertig waren. Glücklicherweise ist das Essen in Thailand nie sehr weit...
Zurück im Dorm saßen wir (Mimi & ich) noch etwas mit den Jungs zusammen, tauschten uns über den Tag aus und spielten Würfel- und Kartenspiele. Todmüde fielen wir ins Bett!
Am nächsten Morgen wurden wir schon um halb acht abgeholt (die Zeitverschiebung nach Deutschland beträgt übrigens +5 Stunden), um zum Arzt zu fahren. Dort wurde uns aufgrund mangelnder Zeit blanko ausgestellt, dass wir gesund sind und weiter ging es zum Rechtsanwalt, wegen Beantragung einer Arbeitserlaubnis und ganzjährigem Visa. Dort ging es los mit der Zettelwirtschaft... Wir hatten ehrlich gesagt wenig Áhnung und die Thais, wie es scheint noch weniger. Mit vereinten Kräften und etwas Englisch schafften wir es dann aber trotzdem die Dokumente fertig auszufüllen.
Bevor wir uns mit den anderen bei Mirjam und Gampon trafen, gingen
wir noch über den Markt und kauften für das Mittagessen ein. Sooooo
viele Farben, Gerüche, Gerichte,...! Markt in einem anderen Land muss
man unbedingt erleben, sei es nun Thailand oder Italien, überall geht es
anders zu.
Nach dem Mittagessen besuchten wir dann aber den
großen Markt in Chiang Mai. Zwei Gebäude mit je drei Stockwerken machen
den Markt dort aus. Es gibt allerhand Angebote:
Abends mussten wir dann doch noch einmal zum Arzt, um uns Blut abnehmen zu lassen. Nach einem kleinen Piecks - viel kleiner als in Deutschland - war die Sache auch schon erledigt und wir verabschiedeten uns ins Dorm.
Hier sitzen wir nun, halten unsere Eindrücke fest und freuen uns schon auf die nächsten Tage, Wochen und Monate.
In Liebe,
eure Louisa