Die letzte Woche war sehr ereignisreich.
So besuchten wir beispielsweise das erste Mal das Mädchengefängnis hier in Chiang Mai.
Die 30-50 Mädchen sind zwischen 12 und 22 Jahre alt und wegen den unterschiedlichsten Vergehen im Gefängnis. Darunter Drogenhandel, -schmuggel, -konsum, Diebstahl, aber auch Mord, Beihilfe zu Mord oder Menschenhandel. Als wir uns dort umsahen, hatte ich jedoch eher das Gefühl auf dem Gelände eines Landschulheims zu sein. Der Garten ist riesig, es gibt ein Volleyballfeld, eine Tischtennisplatte und vieles mehr. Das Gelände ist zwar umzäunt, an vielen Stellen jedoch nur provisorisch und das Eingangstor ist nur durch einen vorgeschobenen Riegel verschlossen. Es gebe zwar auch hin und wieder Ausreißer, erzählte man uns, aber das sei eher selten. Die Mädchen nehmen auch an einem Programm teil, bei dem sie in einem Coffee-Shop, Massage-Shop oder im Kinderheim arbeiten, bzw. ausgebildet werden und auch aus dem Gefängnis rausdürfen und somit nach und nach in die Gesellschaft wiedereingegliedert werden. Mit der Eingliederung klappt es aber nicht ganz so oft, da die Mädchen oft aus kriminellen Familien kommen oder kriminelle Freunde haben und so schnell wieder in alte Gewohnheiten fallen.
Zusammen mit dem Team dort, das aus drei englischsprechenden (wir lernen gleich zwei Sprachen ;)), wird es unsere Aufgabe sein, uns Spiele zum IcErlernen der englischen Sprache, aber auch sportliche/tänzerische Programmpunkte zu gestalten. Ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickelt. Das Wichtigste bei der Arbeit im Gefängnis ist es, Beziehungen zu den Mädchen aufzubauen, mit ihnen zu quatschen und sie zu ermutigen.
Freitag waren wir auf der Kinderkrebsstation im Krankenhaus. Dort erzählte unsere Mentorin die Geschichte vom verlorenen Schaf und wir "mähten" immer auf unser Stichwort, anschließend bastelten wir zusammen mit den Kindern dort kleine Schafe. Es ist interessant wie unterschiedlich sich die Kinder in ihrer Situation verhalten. Manche wirken lethagisch, während andere es gar nicht erwarten können mit dem Basteln zu beginnen.
Auch wenn unser Thai spärlich ist, versuchten wir doch immer wieder mit den Kindern und/oder ihren Eltern Kontakt aufzunehmen und uns etwas zu unterhalten.
Da unser Thaiunterricht leider schon wieder vorbei ist, heißt es auf eigene Faust lernen, was mehr oder minder gut klappt, da wir auch so genug zu tun haben.
Nächste Woche werden wir erst einmal vorwiegend im Kinderheim verbringen, weil mittlerweile hier die Ferien begonnen haben ... zumindest bei manchen Schulen/Klassen. Wir werden Zimmer streichen, mit den Kindern Englisch üben und - hoffentlich ;) - ganz viel Spaß haben!!
Und jetzt - su su - (Auf geht's) zum Thailernen!!
In Liebe,
eure Louisa
Sonntag, 11. Oktober 2015
Montag, 5. Oktober 2015
Update
Hallo meine treuen Gefährten ;)
In den letzten Tagen waren wir fleißige Touris. So unternahmen wir einen Ausflug in die Innenstadt
besuchten die "Saturday Walking Street"
ritten auf Elefanten
und fuhren auf einem Bambus-Floß einen Fluss entlang.
Langsam kristallisiert sich aber auch ein leichter Arbeitsalltag heraus. So haben wir beispielsweise erfahren, dass wir die Wochenenden im Kinderheim verbringen werden. Dort haben wir die Aufgabe, Freitag abends ein kleines Programm mit kurzer christlicher Botschaft zu gestalten, sowie allgemein für die Kinder dazusein, mit ihnen Zeit zu verbringen und Arbeiten in Haus und Garten zu verrichten. Dienstag und Donnerstag werden meine Mitfreiwillige und Mitbewohnerin Mimi und ich das Mädchengefängnis besuchen, welche Aufgaben uns dort genau zugeteilt werden, sind mir noch nicht bekannt, wir werden aber ab nächster Woche unseren Einsatz dort beginnen. Gleiches gilt für die Arbeit auf der Kinderkrebsstation eines Krankenhauses, welches wir immer Freitags besuchen werden. Montag wird unser freier Tag sein und Mittwoch wird als Vorbereitungstag für die verschiedenen Programmpunkte genutzt.
Ich bin froh darüber, in so vielen unterschiedliche Tätigkeiten reinzuschnuppern und die Möglichkeit zu haben, mich selbst auszuprobieren. Gleichzeitig aber auch genug Freizeit zu haben, um Land, Kultur und Leute kennenzulernen, und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen!
In Liebe,
eure Louisa
In den letzten Tagen waren wir fleißige Touris. So unternahmen wir einen Ausflug in die Innenstadt
besuchten die "Saturday Walking Street"
ritten auf Elefanten
und fuhren auf einem Bambus-Floß einen Fluss entlang.
Langsam kristallisiert sich aber auch ein leichter Arbeitsalltag heraus. So haben wir beispielsweise erfahren, dass wir die Wochenenden im Kinderheim verbringen werden. Dort haben wir die Aufgabe, Freitag abends ein kleines Programm mit kurzer christlicher Botschaft zu gestalten, sowie allgemein für die Kinder dazusein, mit ihnen Zeit zu verbringen und Arbeiten in Haus und Garten zu verrichten. Dienstag und Donnerstag werden meine Mitfreiwillige und Mitbewohnerin Mimi und ich das Mädchengefängnis besuchen, welche Aufgaben uns dort genau zugeteilt werden, sind mir noch nicht bekannt, wir werden aber ab nächster Woche unseren Einsatz dort beginnen. Gleiches gilt für die Arbeit auf der Kinderkrebsstation eines Krankenhauses, welches wir immer Freitags besuchen werden. Montag wird unser freier Tag sein und Mittwoch wird als Vorbereitungstag für die verschiedenen Programmpunkte genutzt.
Ich bin froh darüber, in so vielen unterschiedliche Tätigkeiten reinzuschnuppern und die Möglichkeit zu haben, mich selbst auszuprobieren. Gleichzeitig aber auch genug Freizeit zu haben, um Land, Kultur und Leute kennenzulernen, und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen!
In Liebe,
eure Louisa
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